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Staudamm-Proteste in Frankreich nach Gewaltausbruch fortgesetzt

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Staudamm-Proteste in Frankreich nach Gewaltausbruch fortgesetzt

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Mit einem Schweigemarsch und dem demonstrativen Einpflanzen von Baumsetzlingen ist im südfranzösischen Sivens bei Toulouse des getöteten Umweltaktivisten Renmi Fraisse gedacht worden.

Der 21-jährige Student war vor einer Woche während Protesten gegen einen Staudamm von einer Polizeigranate tödlich verletzt worden.

Einer seiner Mitstreiter sagte:

“Unsere Aktion steht für die Rückkehr von Leben an diesen Ort des Todes. Und wir sind hier für unseren Freund Rémi. Er hat sich für den Erhalt von Leben engagiert und fand hier den Tod.”

In mehreren französischen Städten wie Paris, Nantes und Dijon kam es am Wochenende in Folge des Todesfalls zu Protesten, die vielfach in Gewalt umschlugen.

Die Polizei ging örtlich mit Tränengas gegen die Randalierer vor. 110 Menschen wurden nach Medienberichten festgenommen, mehrere seien verletzt worden.

Die französische Regierung und Grünen-Parlamentarier verurteilten die Gewaltausbrüche.

Der Tod von Remi Fraisse hatte die Kritik an dem geplanten Staudamm bei Toulouse verstärkt. Umweltministerin Ségolène Royal will sich am Dienstag mit allen Gesellschaftern des Projekts treffen, um das weitere Vorgehen zu beraten.