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Entscheidet eine Kleinstadt über Obamas Zukunft?

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Entscheidet eine Kleinstadt über Obamas Zukunft?

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Schlussrunde im US-Wahlkampf: Wenn am 4. November die Kongresswahlen stattfinden, werden alle Augen auf Fairfax in Virginia gerichtet sein. Diese Stadt könnte am Ende mit darüber entscheiden, ob Präsident Barack Obama seine Mehrheit im Senat behält – seine letzte Machtbasis im Kongress. Ohne diese Mehrheit wäre seine Regierungsfähigkeit noch mehr eingeschränkt.

Eine Frau in Fairfax meint: “Die Amerikaner trauen ihrer Regierung nicht mehr so, wie sie es früher getan haben.” Und ein Mann erklärt: “Es gibt ein gewisses Unbehagen. Bei den Unterstützern der Regierung hat sich das Gefühl breit gemacht, dass die Dinge nicht gut laufen. Dass der Präsident die Kontrolle verloren hat oder kein Interesse zeigt bzw. keinen Einsatz.”

Laut Umfragen werden die Republikaner mit hoher Wahrscheinlichkeit ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verteidigen.
Und sie haben gute Chancen, auch die Mehrheit im Senat zu holen. Sollte es dazu kommen, dürfte sich der politische Stillstand in den USA noch verstärken.

Toni-Michelle Travis, Professor an der George Mason Universiät erklärt: “Die Wirtschaft hat sich erholt, aber dadurch entstanden nicht mehr Jobs. Also, eine ganze Reihe von Leuten ist noch immer ohne Arbeit. Der Aktienmarkt gehört den Aktionären, das ist was anderes, die Aktionäre haben davon profitiert.”

Einer der Senatssitze, auf den die Republikaner ein Auge geworfen haben, ist Virginia. Einst ein stramm konservativer Staat, schwenkten die Wähler bei den letzten Abstimmungen plötzlich um. Virginia stimmte für Obama und für einen demokratischen Gouverneur. Die aktuellen Senatoren des Bundesstaats sind beide Demokraten – doch einer von beiden tritt nun zur Wiederwahl an.

Mark Warner steht ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen gegen den Republikaner Ed Gillespie bevor. Auf die Frage, ob die Demokraten ihre Mehrheit im Senat verteidigen werden, antwortete er: “Ich konzentriere mich nur auf eine Sache, und das ist die Wiederwahl und mein Kampf um die Stimmen in Virginia.”

Der Euronews-Reporter erklärt: “Trotz guter Wirtschaftsdaten, das Gefühl von Unbehagen und Unsicherheit ist weit verbreitet, in Virginia und im Rest des Landes. Viele Amerikaner glauben, dass die Obama-Regierung die IS-Miliz und Ebola unterschätzt hat – und auch das Versagen von Obamas Leibwächtern. Den Preis dafür könnten die Demokraten bei den Wahlen zahlen.