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"Wahlen" in der Ostukraine: Separatistenanführer sehen sich bestätigt

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"Wahlen" in der Ostukraine: Separatistenanführer sehen sich bestätigt

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Bei den umstrittenen Wahlen im Konfliktgebiet Ostukraine sehen sich die bisherigen Separatistenanführer als Sieger.

Für die selbsternannte “Volksrepublik” Donezk wurde Alexander Zakhartchenko von einer “Wahlkommission” als “Republikchef” bestätigt.

Die prorussischen Separatisten und führende russische Politiker erklärten die Abstimmungen im Gebiet Donbass für gültig.

Alexander Zakhartchenko

“Die Handlungen unserer Bürger haben gezeigt, dass wir nicht nur militärisch kämpfen können, sondern auch unsere Zukunft positiv gestalten können. Wir sind bereit zu Dialogen mit allen, die uns anhören und wir wollen Blutvergießen in diesen Regionen vermeiden.”

In der benachbarten und ebenfalls nicht anerkannten “Volksrepublik” Luhansk gewann nach Angaben der “Wahlleitung” der “Amtsinhaber” Igor Plotnitski.

Ungeachtet der noch laufenden Auszählung der Stimmzettel wurden die beiden Politiker am Abend zu Siegern erklärt.

Moskau forderte die Donbass-Führung auf, mit der ukrainischen Regierung in Dialog zu treten. Nur so könne die Krise in der Ukraine gelöst werden, hieß es.

Ein Moskauer Regierungsvertreter sagte:

“Höchste Priorität hat jetzt der Waffenstillstand. Danach können wir die Bildung eines Staates oder Staatenbundes erörtern. Und ob es ein ukrainischer Staatenbund werden soll oder etwas anderes.. Voraussetzung ist in jedem Fall eine echte Waffenruhe.”

Internationale Wahlbeobachter waren bei den Abstimmungen nicht vor Ort. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte die Wahl für ungültig erklärt.

Eine Wählerin in Donezk sagte:

“Kiew muss sich um die wirtschaftliche Seite kümmern. Um die Zahlungen der Renten und für die Kinder. Kiew muss auch die politische Verfolgung stoppen, damit wir uns frei fühlen können.”

Die neue EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini bezeichnete die Wahlen in Luhansk und Donezk als “illegal und rechtswidrig”