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4K - Eine neue TV-Generation


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4K - Eine neue TV-Generation

“La Bohème”, die berühmte Oper komponiert von Giacomo Puccini wurde vor Kurzem in Cannes in einer Inszenierung des italienischen Filmregisseurs Ettore Scola präsentiert. Auf einem herkömmlichen Bildschirm erkennt man vielleicht zunächst keinen Unterschied, doch die Oper wurde in der 4K-Auflösung gefilmt, einer neuen Technologie, die besonders scharfe und detaillierte Bilder verspricht. Doch was genau steckt hinter 4K? Euronews hat den Hightech-Spezialisten Gianfranco Giardina gefragt.

Gianfranco Giardina: “Diese eigenartige Abkürzung bedeutet, dass 4K-Fernsehen, auch Ultra-HD genannt, eine 4-mal höhere Auflösung erreicht als konventionelles Full-HD Fernsehen. Statt zwei Millionen werden hier nun acht Millionen Pixel übertragen. Dadurch erreichen wir eine wesentlich höhere Auflösung, die zum Einen schärfere Bilder und zum Anderen größere Bildschirme möglich macht. Bildschirme werden immer größer und nun wird das möglich, ohne das Sofa nach hinten zu rücken. Für den Zuschauer bleibt das Seherlebnis angenehm.”

La Bohème ist eine experimentelle Produktion der RAI, doch bisher gibt es praktisch keine anderen Fernsehprogramme, die in Ultra-HD produziert werden. Die Geräte sind für dafür ausgestattet, doch die Inhalte fehlen.

Gianfranco Giardina: “Das ist das Problem. Es wäre gut, wenn alle Formate – auch Blue-rays und DVDs beispielsweise – in 4K-Auflösung wären. Doch so ist es nicht, zumindest bisher. Die meisten Übertragungen sind heute in SD, also Standard Definition, oder wenn man Glück hat in Full-HD, also einer Auflösung, die nur ein Viertel von dem zeigt, was mit 4K möglich wäre. Für die Zukunft ist es das Ziel, alle Inhalte in Ultra-HD zu haben. Wie so oft verläuft die Einführung der neuen Technologie – hier vonseiten der TV-Geräte-Hersteller – nicht synchron mit der Verfügbarkeit von Inhalten.”

Gründe für die fehlende Verfügbarkeit von Inhalten in 4K sind hauptsächlich hohe Produktionskosten und die spezielle Technologie, die benötigt wird. Für das 4K-Experiment von La Bohème wurden sechs Kameras verwendet, die auf dem neuesten Stand der Technik sind und mit ihren speziellen Linsen 4K-Bilder aufnehmen können.

Giroptic: 360-Grad-Aufnahmen im Handformat

Von 4K Kameras gehen wir zu diesem kleinen Prototyp der französischen Firma “Giroptic”, die 360 Grad-Videos aufnehmen kann. Der eiförmige Prototyp zeichnet in HD auf und kann die Bilder zeitgleich übertragen. Außerdem ist das Gerät mit GPS, Wlan, drei Kameras und drei Mikrofonen ausgestattet. Den Entwicklern zufolge kann man die Aufnahmen auf jedem Endgerät ansehen – Fernseher, Computer oder Tablet-PC -und sich dabei am ganzen 360-Grad-Erlebnis erfreuen.

Marian le Calvez (Giroptic): “ Mit der Kamera können sie tatsächlich alles aufzeichnen, was sich um sie herum abspielt – aber auch was über ihnen und sogar teilweise unter ihnen passiert.

Die Linsen der Kamera sind so synchronisiert, dass sie gleichzeitig aufnehmen und die Bilder in Echtzeit so aneinanderreihen, dass ein 360-Grad-Bild entsteht. Für 500 Euro soll die Kamera für Verbraucher zu erhalten sein.

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