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Angst vor Einwanderern bei russischen Märschen

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Angst vor Einwanderern bei russischen Märschen

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Am Jahrestag der Befreiung Moskaus von polnischen Besatzern im 17. Jahrhundert haben tausende Demonstranten in mehreren russischen Städten gegen “Überfremdung” und für eine Stärkung der russischen Identität demonstriert.

Die am 4. November häufig veranstalteten “russischen Märsche” haben sich als Kundgebungsorte für Bürger aus dem konservativen und rechten Lager etabliert.

In Moskau demonstrierten verschiedene Gruppen unter anderem gegen muslimische Einwanderer, für ein Neurussland auf dem Gebiet der Okstukraine oder einen neuen Zar. Zu sehen waren aber auch vereinzelte Proteste gegen den Krieg in Ostukraine.

“Wir Russen sollten zeigen, dass wir Russen sind, dass wir die Herren in unserem Land sind und nicht jemand anders, damit die Leute, die hierher kommen, sich als Gäste fühlen und uns respektieren”, erklärte ein Teilnehmer.

Ein anderer sagte: “Wir gehen auf die Straße, um unsere Rechte zu verteidigen, die in der Verfassung stehen. Außerdem wollen wir Solidarität mit den Ukrainern zeigen, weil sie slawisch sind wie wir und wir froh sind, dass sie Janukowitsch gestürzt haben.”

Der 4. November wird seit 2005 auf Initiative des Präsidenten Wladimir Putin als Tag der Einheit des Volkes begangen. Als Feiertrag ersetzte er den bis dahin begangenen Jahrestag der Oktoberrevolution am 7. November.