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Der Trabant - das Luxusauto der DDR

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Der Trabant - das Luxusauto der DDR

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Er war DAS Auto im Osten: Der Trabant wurde so sehr geliebt, wie er gehasst wurde. Trotz seiner Mängel – wie seine schwache Leistung und sein röchelnder Zweitaktmotor – galt der Trabi in der ehemaligen DDR als purer Luxus.

Der erste Trabi lief 1958 vom Band. Nach damaligen Standards galt er mit seinem Stahlrahmen und seiner Kunststoffkarosserie als modern. Die Palette der Spitznamen reicht von “Sachsenporsche” über “Fluchtkoffer” zu seinem wohl bekanntesten Beinamen “Rennpappe” – eine Anspielung auf die Materialen des Rahmens – einer Mischung aus Baumwolle und Phenolharz.

Das bekannteste Modell – der Trabant 601 – kam 1964 auf den Markt. Drei Millionen Exemplare wurden produziert – lange nicht genug, um die Nachfrage zu decken.

Der Trabi war mit einem Preis zwischen acht- und dreizehntausend Ostdeutschen Mark für DDR-Bürger teuer. Außerdem gab es eine Wartezeit von bis zu 18 Jahren.

Doch all das sollte sich mit dem Mauerfall 1989 ändern. Das Kultauto gehörte der Vergangenheit an – das letzte Modell wurde 1991 produziert. Doch auch heute noch weckt das Auto weltweites Interesse. In Berlin kann jeder sich ans Steuer eines Trabi setzen – Touristenführer inbegriffen. Auch wenn das Fahrerlebnis des kultigen Zweizylinders naja…etwas ungewöhnlich ist. Für Touristen sicherlich ein einmaliges Erlebnis.

Der Trabi ist und bleibt eine authentische Erinnerung an die DDR.