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Ebola: WHO fordert in Brüssel schnelle Mobilisierung von Helfern

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Ebola: WHO fordert in Brüssel schnelle Mobilisierung von Helfern

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Die Weltgesundheitsorganisation hält das Risiko einer Ausbreitung der Ebola-Epidemie auf andere Kontinente für sehr gering und die Gesundheitschecks an den Flughäfen der betroffenen Ländern für sehr gut.

Das sagte die Europachefin der WHO, Zsuzsanna Jakab bei einer Anhörung im EU-Parlament. Die 40.000 medizinischen Helfer, die die EU mobilisieren will, würden aber dringend benötigt.

“Wir brauchen viel mehr internationales Personal vor Ort”, so Jakab. “Aber damit wir sie dort hin bekommen, müssen wir die Helfer davon überzeugen, dass wir uns bestens um sie kümmern, falls es zu einer Infektion kommt – in guten Einrichtungen vor Ort oder in Europa selbst.”

Auch in den Laboren wird der Kampf gegen Ebola geführt. 24 Millionen Euro hat die EU bislang für fünf Forschungsprojekte bereitgestellt. Die wirtschaftlichen Interessen der Pharmafirmen dürften jedoch nicht zu einer Aushöhlung der Sicherheitsstandards führen, so die Grünen-Abgeordnete Michèle Rivasi.

“Wenn wir die Studien zu schnell vorantreiben, dann riskieren wir den Tod von eigentlich gesunden Kindern und schwangeren Frauen”, so Rivasi. “Wir dürfen nicht auf die Impfungen warten, wir müssen die Ausbreitung von Ebola jetzt sofort stoppen.”

Kommende Woche will sich die EU selbst ein Bild von der Lage vor Ort machen. Dann wollen die Kommissare für humanitäre Hilfe und Gesundheit nach Guinea, Sierra Leone und Liberia reisen.