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Jerusalem: Erneut Ausschreitungen auf dem Tempelberg

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Jerusalem: Erneut Ausschreitungen auf dem Tempelberg

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Die Ausschreitungen auf dem Jerusalemer Tempelberg sorgen für neue Spannungen in der Region. In der Nähe eines Eingangs zum Gelände hätten am Morgen maskierte Männer Steine auf israelische Polizeibeamte geworfen, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten hätten die Gruppe mit Schüssen und Tränengas auseinandergetrieben.

Dabei drangen die Sicherheitskräfte auch auf das Gelände der Al-Aqsa-Moschee vor. Die radikal-islamische Hamas kritisierte das Vorgehen Israels.„Zum ersten Mal seit 1967 sind israelische Soldaten in die Al-Aqsa-Moschee eingedrungen und haben den heiligen Boden der Moschee betreten. Es droht uns allen ein Religionskrieg“, sagte ein Berater von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.

Immer wieder kommt es am Tempelberg zu Gewalt. Vergangene Woche wurde das Gelände erstmals seit Jahren wieder komplett abgeriegelt. Zuvor war bei einem Anschlag ein jüdischer Ultranationalist schwer verletzt worden. Jordanien kündigte an, den Botschafter zurückzurufen, aus aus Protest gegen die – so wörtlich – bespiellose Eskalation der Situation in Jerusalem durch Israel. Αußerdem bereite die Regierung eine Beschwerde gegen Israel vor dem UN-Sicherheitsrat vor. Das Land formal für die Verwaltung des Tempelbergs mitverantwortlich.