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Kreativität im Mittelpunkt des Bildungsgipfels "World Innovation Summit for Education" in Doha

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Kreativität im Mittelpunkt des Bildungsgipfels "World Innovation Summit for Education" in Doha

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Kreativität steht in diesem Jahr im Mittelpunkt des Bildungsgipfels “World Innovation Summit for Education” in Doha. Experten aus aller Welt tauschen sich darüber aus, wie Lernen unterhaltsamer werden kann. Doch wie können Lehrer in einem System, in dem es um bessere Ergebnisse und Wettbewerbsfähigkeit geht, Kreativität fördern?

Paul Collard berät Regierungen in Bildungsfragen, er hat Antworten im Forum “Vom Unmöglichen zum Möglichen”: “Wir versuchen Professionelle auszubilden: Künstler, Filmemacher, Designer sollen in Schulen gehen und dort mit den Lehrern zusammenarbeiten, damit diese den Lernprozess im Klassenraum neu erfinden. Das können zehn Tage während des akademischen Jahres sein. Wenn man mit den Kindern im Klassenraum ist und mit ihnen arbeitet, dann sieht man echte nachhaltige Veränderungen in der Klasse.” Paul Collards Programm wird weltweit angewandt, besonders in Schulen in Nord- und Osteuropa. Kann Kreativität überhaupt gemessen werden? “Wir haben eine klare Definition für das, was wir Denkgewohnheiten nennen: ideenreich sein, neugierig, diszipliniert, belastbar und zur gemeinschaftlichen Arbeit fähig”, sagt Collard.

Andere Teilnehmer in Doha loten aus, wie Neurowissenschaften und kognitive Fähigkeiten Kreativität und kritisches Denken fördern können. Nascira Ramia, Direktorin der Graduierten-Programme für Bildungt an der Universität San Franciso de Quito, meint: “Wir müssen Bildung als interdisziplinäre Wissenschaft sehen, an der wir teilnehmen müssen. Wir wollen, dass Lehrer in all diesen Dingen weitergebildet werden. Sie müssen an dieser Forschung teilnehmen und besser für die alltäglichen Entscheidungen im Klassenraum geschult werden.”

euronews-Reporterin Aurora Velez zieht diese Bilanz: “Die Teilnehmer an diesem Gipfel haben die Chance zu beweisen, wie kreativ sie sind. Das Training am Computer und die “do it yourself”-Sitzungen scheinen unter den 1600 Teilnehmern des Welt-Gipfels für Innovation in der Bildung – ein dreitägiger Marathon mit 80 Diskussionen und Workshops – am beliebtesten zu sein.”