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Burkina Faso bekommt eine einjährige Übergangsregierung

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Burkina Faso bekommt eine einjährige Übergangsregierung

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Eine Übergangsphase von einem Jahr soll Burkina Faso wieder in die Normalität zurückführen. Das Land bekommt in dieser Zeit eine zivile Übergangsregierung. Darauf haben sich das Militär, die Opposition, sowie Stammesvertreter und religiöse Anführer des Landes geeinigt.

Auf Skepsis stieß die Einigung vor allem bei jungen Studenten, die in der vergangenen Woche zu Tausenden gegen die Machtübernahme durch das Militär demonstriert hatten. „Wenn die Übergangsregierung vergisst, warum so viele junge Menschen auf die Straße gegangen sind, wenn die Übergangsregierung nicht hält, was sie verspricht, dann gibt es sofort wieder einen Aufstand“, sagte ein junger Student in der Hauptstadt Ouagadougou.

Die nächsten freien Wahlen sind im November 2015 geplant.
Wer die Regierung bis dahin führen wird, ist noch unklar. Als Interimsstaatschef soll laut der Vereinbarung eine “bedeutende zivile Persönlichkeit” bestimmt werden.

„Wir werden nach der richtigen Führungspersönlichkeit suchen, bis wir uns alle einig sind, dass derjenige den Respekt, die Aufrichtigkeit und den Patriotismus mitbringt, um Burkina Faso im kommenden Jahr zu führen, auf dem Weg zu freien, fairen, gerechten und glaubwürdigen Wahlen“, sagte Interimsstaatschef Isaac Zida.

Der bisherige Präsident Blaise Compaoré war nach 27 Jahren im Amt Ende vergangener Woche nach tagelangen Massenprotesten zurückgetreten. Er wollte die Verfassung ändern lassen, um bei den nächsten Wahlen für eine weitere Amtszeit kandidieren zu können.