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Hongkong: Aktivisten wollen direkter mit Peking verhandeln

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Hongkong: Aktivisten wollen direkter mit Peking verhandeln

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Zum ersten Mal seit rund zwei Wochen ist es in Hongkong wieder zu Zusammenstößen zwischen prodemokratischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Die Situation eskalierte um kurz nach 2 Uhr morgens im dicht bevölkerten Stadtteil Mongkok auf der Festlandseite.

Peking will die Kanditen für die nächsten Wahl des Verwalters weiterhin von einem führungstreuen Komitee vorauswählen lassen.

Medienangaben zufolge schlug eine bekannte Regierungsberaterin der Hongkong-Verwaltung am Mittwoch vor, auch Aktivistenvertreter mit in das Kommittee aufzunehmen.

Die wollen ihre Forderungen jetzt zunehmend direkt an Peking richten. Für Sonntag plant die Bewegung einen Protestmarsch zur Vertretung der chinesischen Zentralregierung in der Sonderverwaltungszone.

Seit vierzig Tagen fordern die Aktivisten die Umsetzung der verfassungsmäßig verankerte Demokratisierung in der ehemaligen britischen Kolonie.

Mongkok ist neben dem Regierungsviertel eines von zwei Protestzentren in Hongkong. Immer wieder kommt es dort zu Spannungen zwischen kampierenden Aktivisten und Protestgegnern oder Anwohnern.Barrikaden blockieren weiterhin wichtige Verbindungsstraßen in Hongkong.