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Iran: Hoffnung auf Freilassung von US-Reporter

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Iran: Hoffnung auf Freilassung von US-Reporter

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Seit mehr als drei Monaten ist Jason Rezaian, iranisch-amerikanischer Journalist und Reporter der Washington Post, im Iran in Haft.

Der Fall erregte internationale Aufmerksamkeit, die Vorwürfe gegen Rezaian sind unklar: Mutmaßlich könnte es um die virale Verbreitung eines iranischen Tanzvideos zu dem Song “Happy” oder auch um Spionagevorwürfe gehen.

In einem Interview mit euronews gibt Mohammad-Dschavod Laridschani, der Vorsitzende des iranischen Menschenrechtskomitees mit guten Verbindungen zu Ajatollah Ali Chamenei, nun Anlass zur Hoffnung.

Euronews: Herr Laridschani, ihr Bruder hat die Befugnis, Begnadigungen durch das Staatsoberhaupt zu empfehlen. Wir wahrscheinlich ist es, dass Rezaian demnächst frei kommt?

Laridschani: Nun, eine Begnadigung funktioniert anders. Dafür gibt es Regeln und Prozeduren. Zuerst kommt das Gerichtsverfahren. Vielleicht lässt das Gericht selbst ja alle Anklagepunkte fallen, dann wäre alles vorbei. Falls aber nicht, falls es zu einer Verurteilung kommt, dann gibt es diese zweite Instanz, die Begnadigungsinstanz. Wir sollten diesem System folgen. Es geht nicht ganz so direkt.”

Euronews: Also vielleicht in einer Woche oder zwei?

Laridschani: Nun, ich schätze in weniger als einem Monat.

Euronews: Dann wäre die Prozedur am Ende zu Ende?

Laridschani: Ja.

Das volle Interview mit Mohammad-Dschavod Laridschani sehen sie auf euronews ab 20:45 Uhr MEZ.