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Mexiko-Stadt: Tausende protestieren wegen Verschwinden von 43 Studenten

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Mexiko-Stadt: Tausende protestieren wegen Verschwinden von 43 Studenten

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In Mexiko-Stadt haben zehntausende Menschen Anteilnahme am Schicksal von 43 Studenten im Süden des Landes demonstriert.

Die Protestierenden trugen mit Trauerbändern versehene mexikanische Flaggen, angereiste Angehörige hielten gemalte Portraits der Verschwundenen.

In Sprechchören forderten sie die Regierung auf, die Studenten lebend zurückzuholen und verurteilten die Korruption innerhalb der Behörden.

“Wir haben eigentlich gar keine Regierung, wir glauben nicht an sie”, so ein Demonstrant. “Die Zivilgesellschaft muss sich selbst organisieren. Wir müssen die vielen Mittel nutzen, die uns als Gesellschaft zur Verfügung stehen, um das zu zeigen.”

Die Schuld am Verschwinden geben viele Mexikaner Maria de Los Angeles Pineda, der Frau des Bürgermeisters der Kleinstadt Iguala. Das Paar wurde inzwischen verhaftet.

Sie soll aus einer im Drogengeschäft bekannten Familie stammen. Die linksgerichteten Studenten hatten offenbar eine Rede der Bürgermeisterfrau stören wollen, bevor sie von der Polizei aufgegriffen wurden und verschwanden – bislang spurlos.

Bei den während der Ermittlungen entdeckten Toten in Massengräbern außerhalb Igualas soll es sich, Gerichtsmedizinischen Untersuchungen zufolge, nicht um die vermissten Studenten handeln.