Eilmeldung

Eilmeldung

Schlafen auf hoher See: "Das ist wie im Hubschrauber"

Sie lesen gerade:

Schlafen auf hoher See: "Das ist wie im Hubschrauber"

Schriftgrösse Aa Aa

Gut zwei Wochen sind sie unterwegs, die Teilnehmer der Segelregatta Route du Rhum. Die Strecke von St. Malo nach Guadeloupe in der Karibik hält viele Herausforderungen bereit für die Skipper. Darum ist es ausgesprochen wichtig, einen klaren Kopf und genug Schlaf zu haben.

Loik Peyron Skipper der Banque Populaire VII: “Stellen Sie sich vor, Sie wären ganz allein in einem Hubschrauber, aber nicht am Steuer, sondern ganz hinten, nahe am Motor. Das macht einen ziemlichen Lärm. Sie sind neben der Turbine, haben auf Autopilot gestellt und versuchen nun zu schlafen. So in etwa fühlt sich der Segler, wenn er versucht, bei hoher Geschwindigkeit auf seinem Trimaran zu schlafen.”

Dr. Jean-Yves Chauve, ärztlicher Betreuer: “Auf diesen Booten erreicht die Lautstärke manchmal 120 Dezibel, das ist enorm. Die Verlangsamungen und Beschleunigungen sind ebenfalls ziemlich heftig, und trotz alledem muss man in der Lage sein, sich zu sagen, ich vergesse das Boot, die Route und zwinge mich zu schlafen. Das ist eine wahre Kunst. Ich sage oft, das sind Spitzenschläfer.”

Vincent Riou, Skipper PRB: “Ich habe ein kleines Kissen, da lege ich den Kopf drauf und döse dann draußen ein wenig weg. Manchmal, um einen besseren Schlaf zu bekommen, und wenn die Umstände es erlauben, gehe ich nach drinnen und lege mich da in meine Koje.”

Mehr als 3500 Seemeilen müssen die Skipper hinter sich bringen. Im Moment hat der Franzose Loik Peyron auf der Banque-Populaire-Yacht die Nase vorn.