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Der Rubel weiter auf Talfahrt

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Der Rubel weiter auf Talfahrt

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Die russische Zentralbank will ihre Interventionen am Kapitalmarkt beschränken, obwohl der Rubel seit Monaten im Sinkflug ist. Bereits am Mittwoch teilten die Notenbanker mit, dass sie die täglichen Stützungskäufe auf 350 Millionen Dollar begrenzen wollen. Damit geben sie nur noch ein Bruchteil dessen aus, was sie in den vergangenen Wochen in die Hand genommen hatten, um die Talfahrt des Rubel abzubremsen. Im Oktober hatte das Institut bis zu drei Milliarden Dollar pro Tag aufgewendet, um den Rubel zu stützen.

Ein Dollar stieg in der Spitze um 2,7 Prozent auf ein Rekordhoch von über 46 Rubel. Die russische Landeswährung hat im Zug der Ukraine-Krise in diesem Jahr bereits rund 36 Prozent an Wert gegenüber dem Dollar verloren. Wegen der russischen Rolle im Ukraine-Konflikt hat der Westen gegen das Land Sanktionen verhängt, die in den vergangenen Monaten mit zum Kursverfall des Rubel beitrugen. Für die Russen ist der Verfall ihrer Währung ein schwerer Schlag. Vor allem größere Geschäfte werden häufig in Dollar abgewickelt.