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"Lichtgrenze" in Berlin erleuchtet


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"Lichtgrenze" in Berlin erleuchtet

Berlin erinnert mit einer großen Lichtinstallation an die Mauer, die vor 25 Jahren fiel. Die sogenannte “Lichtgrenze” aus 8.000 Ballons zeichnet auf 15 Kilometern den ehemaligen Mauerverlauf nach. Per Knopfdruck wurden die letzten 25 Ballons auf der Marschallbrücke vom regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und früheren DDR-Bürgerrechtlern erleuchtet. Sie soll am Sonntagabend, dem 25. Jahrestag des Mauerfalls, in den Himmel aufsteigen und die Grenze wieder symbolisch auflösen. Die “Lichtgrenze” ist ein Projekt der Berliner Künstlerbrüder Christopher und Marc Bauder.

Der ehemalige sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow kam nach Berlin. Er wurde am früheren Grenzübergang Checkpoint Charlie mit Applaus empfangen. Sein neuer politischer Kurs hatte die DDR-Freiheitsbewegung begünstigt.

Bei einer Gedenkfeier am Morgen hatte Bundestagspräsident Norbert Lammert erklärt, ohne die Bürgerrechtsbewegung, die daraus entstandenen Volksbewegungen und ohne die friedlichen Massendemonstrationen hätte es den 9. November 1989 nicht gegeben.

Der Auftritt des Liedermachers und ehemaligen DDR-Oppositionspolitikers Wolf Biermann sorgte anschließend für Aufregung. Bevor er sein geplantes Ständchen gab, attackierte er die Linksfraktion von Gregor Gysi scharf. Sie sei “der elende Rest dessen, was zum Glück überwunden ist”.

Die Feierlichkeiten in Berlin werden das ganze Wochenende andauern. Tausende Touristen sind zu dem Anlass in die deutsche Hauptstadt gekommen.

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