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Neue Zukunftsperspektiven für den Teufelsberg

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Neue Zukunftsperspektiven für den Teufelsberg

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Der Berliner Teufelsberg samt ehemaliger Abhöranklage ist ein historischer Ort mit “hohem” touristischem Potenzial und könnte demnächst aus einem langen Dornröschenschlaf erwachen. Vor 18 Jahren verkaufte das Land Berlin das Areal an private Investoren, die dort Luxuswohnungen und ein Hotel bauen wollten. Daraus ist bis heute nichts geworden. Deswegen plant der Berliner Senat, den Teufelsberg zurückzukaufen und zum Ausflugs- und Erinnerungsort zu entwickeln. Besichtigen kann man die verlassene Anlage schon heute, allerdings nur mit Führung.

Christopher Mclarren, Reiseführer: “Es ist ein geheimer Ort und Menschen mögen nun mal geheime Orte. Sie ahnen, dass hier etwas Wichtiges geschah, aber was genau, wissen sie nicht. Diese geheimnisvolle Aura hat einen ganz besonderen Reiz. Auch Menschen, die die Ära besser kennen, können mit diesem Ort etwas anfangen.”

Die beiden Briten Bob Beney und Collin Gregory kennen die Anlage aus früheren Zeiten. Sie waren in Berlin stationiert und für den britischen Aufklärungs- und Sicherheitsdienst in der Abhöranlage tätig.
Nach vielen Jahren besuchen die beiden zum ersten Mal wieder den Teufelsberg.

Bob Beney: “Der erste Eindruck war ziemlich überwältigend. Es war keine Nostalgie. Eher dieses überraschende Gefühl, dass man nach fast 45 Jahren einfach wieder hierher zurückkehren kann. Das ist schon außergewöhnlich.”

Collin Gregory: “Es ist schon traurig, den Verfall zu sehen. Andererseits sind wir natürlich sehr froh über die deutsche Wiedervereinigung. Wir können sagen, dass wir auf unsere Weise hoffentlich einen Anteil an der Wiedervereinigung und vielleicht dem Ende des Kalten Krieges haben.”

Nach Senatsplänen soll die Anlage zum Ausflugsziel und Erinnerungsort für den Kalten Krieg werden. Geplant sind Attraktionen wie etwa ein Café mit Aussichtsplattform und ein Spionagemuseum.