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Route du Rhum: Mancher fährt auf dem Ozean Fahrrad

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Route du Rhum: Mancher fährt auf dem Ozean Fahrrad

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Eine Hochseeregatta wie die Route du Rhum verlangt den Skippern alles ab. Daher müssen sie körperlich und gesundheitlich topfit sein. Die Teilnehmer der aktuellen Route du Rhum nach Guadeloupe stehen vor, während und nach der Überfahrt unter ärztlicher Betreuung.

euronews-Reporter Rémi Pelletier: “Die Gesundheit und der körperliche Zustand sind von entscheidender Bedeutung für die Teilnehmer an dieser Route du Rhum. Daher werden die Skipper vor der Fahrt über den Atlantik von Dr. Jean-Yves Chauve untersucht, der ihnen auch während der Ozeanüberquerung täglich Rezepte verschreiben kann, da alle einen Medizinkoffer an Bord haben.”

Jean-Yves Chauve: “Sie haben einen Medizinkoffer, der etwa hundert Produkte enthält. Das reicht von Notfallmitteln bis hin zu Cortison, das normalerweise bei Sportveranstaltungen verboten ist. Aber hier sind das Überleben und die Gesundheit wichtiger als der sportliche Aspekt. Wenn sie solch ein Mittel nutzen, dann wird das von mir verschrieben und ich melde das dann der Jury.”

Zu einer guten Gesundheit gehört für die Seefahrer auch die körperliche Fitness. Und manch einer nutzt dafür das Boot selbst als Trainingsgerät, so etwa Sir Robin Knox-Johnston (Grey Power): “Die Zeit zur Vorbereitung war sehr kurz, ich war völlig damit beschäftigt, das Boot flott zu machen, das war meine Vorbereitung. Aber das ist gute körperliche Arbeit, das stärkt die Muskeln und hält einen fit, wenn man über das ganze Boot drüber muss.”

Andere haben Trainingshilfen mit an Bord ihrer Jachten. Yann Guichard (Sprindrift 2): “Ich habe mir einen Hometrainer auf dem Boot installiert, weil die körperliche Betätigung sehr wichtig ist. Alleine mit den Armen zu arbeiten, reicht mir nicht. Dieses Fahrrad ist sehr wirkungsvoll und ich habe ausgerechnet, dass ich damit zwischen 600 und 1000 Kilometer auf dieser Route du Rhum machen werde.”

Nach wie vor hat Loïck Peyron (Banque Populaire VII) die Nase vorn, doch sein nächster Verfolger, Yann Guichard, hat einige Seemeilen gutgemacht und kommt dem Spitzenreiter immer näher.