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Russische Panzer überqueren offenbar ukrainische Grenze

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Russische Panzer überqueren offenbar ukrainische Grenze

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Die Lage in der Ukraine hat sich insgesamt wieder verschärft. Kiew beschuldigte Russland, mit einer Panzerkolonne auf ukrainisches Gebiet vorgedrungen zu sein. Moskau wies die Meldungen als “Provokation” zurück.

Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der Ukraine Andrej Lyssenko erklärte, dass bei Auseinandersetzungen in der Ostukraine in den vergangenen 24 Stunden allein fünf Soldaten getötet und 31 Menschen – darunter fünf Zivilisten – verletzt worden seien. Zum angeblichen russischen Truppenvorstoß sagte er: “Von Russland in Richtung der Stadt Krasny Lutsch im Gebiet Luhansk wurde gestern die Verlegung von Militärtechnik aus 32 Panzern, 16 Haubitzen des Typs D-30 und 30 Kamas-Lastwagen mit Munition und Soldaten festgestellt”.

In Donezk wurden am Freitag zwei Jugendliche beerdigt, die bei einem Artillerieschlag auf eine Schule ums Leben kamen. Militär und Separatisten machen sich gegenseitig für den Anschlag verantwortlich. Eine Lehrerin warf der ukrainischen Regierung vor, ihre eigenen Bürger umzubringen. “Die Ukraine bringt nicht Hunde um, sondern Menschen! Warum sind alle still, warum sieht uns niemand? Warum müssen unsere Kinder sterben? Warum müssen wir beten?” rief sie verzweifelt.

Die Vorfälle sind eine erneute Verschärfung der Spannungen in der Ukraine seit den umstrittenen Wahlen in den selbst ernannten “Volksrepubliken” Luhansk und Donezk. Prorussische Separatisten und ukrainisches Militär beschuldigen sich gegenseitig, den vereinbarten Waffenstillstand vom 5. September nicht einzuhalten.