Eilmeldung

Eilmeldung

Wut in Mexiko nach mutmaßlichem Studenten-Massaker

Sie lesen gerade:

Wut in Mexiko nach mutmaßlichem Studenten-Massaker

Schriftgrösse Aa Aa

Die Wut über das mutmaßliche Studenten-Massaker in Mexiko entlädt sich auf den Straßen: Demonstranten haben in Mexiko-Stadt versucht, den Nationalpalast zu stürmen. Sie legten Feuer an einer der Pforten des Gebäudes. Die Demonstranten forderten den Rücktritt des Präsidenten Enrique Peña Nieto. Auf Schildern und in Sprechchören nannten sie ihn “Killer”. Vom Generalstaatsanwalt forderten sie Aufklärung über das Schicksal der jungen Leute.

Polizisten und Bandenmitglieder sollen die 43 Lehramtssudenten bereits vor Wochen verschleppt haben. Verdächtige räumten am Freitag den Mord an den jungen Leuten ein. Der Bürgermeister von Iguala und seine Frau waren am Dienstag als mutmaßliche Drahtzieher der Tat festgenommen worden. José Luis Abarca wollte anscheinend verhindern, dass die Studenten eine Rede seiner Frau als Vorsitzende des örtlichen Wohlfahrtsverbands stören.

“Ich bin hier aus Solidarität mit meinen Kommilitonen aus Ayotzinapa. Jeder weiß, dass die Regierung sie umgebracht hat. Es waren nicht Drogenkartelle oder Kriminelle, sondern die Regierung” so ein Student am Samstagabend (Ortszeit) bei den Protesten in Mexiko-Stadt. Die verschwundenen Lehramtsstudenten sind Indios aus einfachen Verhältnissen und für ihren politischen Aktivismus bekannt.