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Ungarn: Tausende protestieren gegen angebliche Korruption in den Behörden

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Ungarn: Tausende protestieren gegen angebliche Korruption in den Behörden

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In Budapest haben rund 10.000 Menschen gegen Korruption innerhalb der ungarischen Behörden protestiert. Sie forderten unter anderem den Rücktritt der Chefin der ungarischen Steuerbehörde, Ildiko Vida.

Vida hatte in einem Interview zugegeben, von den USA mit einem Einreiseverbot belegt worden zu sein. Hintergrund sind angebliche Verwicklungen in Betrugsfälle bei der Mehrwertsteuer.

Die USA hatten Mitte September wegen Korruptionsvorwürfen gegen mehrere ungarische Offizielle und Geschäftleute Einreisesperren verhängt.

Die Leiterin der Steuerbehörde weist die Anschuldigungen zurück. Die Demonstranten halten das jedoch für eine Lüge und werfen der Regierung vor, die Machenschaften zu decken.

“Ich würde wetten, dass mindestens die Hälfte der Leute, die heute hier sind, vorher Fidesz gewählt haben”, so ein Demonstrationsteilnehmer. “Aber jetzt bereuen sie es. Orbán glaubt, er kann tun, was er will, als wären wir dumm.”

“Ich glaube, dass es noch mehr solche Proteste geben wird”, meinte eine junge Frau. “Ich finde, das Management sollte zurücktreten, wir brauchen einen Wechsel in der Regierung, solche Dinge sollten nicht unter den Teppich gekehrt werden.”

Die Organisatoren, unter denen auch Oppositionspolitiker sind, forderten die Regierung auf, binnen einer Woche den Weg für eine unabhängige Untersuchung frei zu machen.

euronews-Reporterin Andrea Hajagos: “Die Demonstranten hoffen, dass sie mit diesem Protest den Erfolg, den sie bei der Internetsteuer hatten, wiederholen können. Sollte das nicht der Fall sein, haben die Organisatoren für den 17. November weitere Demonstrationen angekündigt.”

  • source: Márton Zsichla

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