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Dutzende Tote bei Selbstmordanschlag auf Jungenschule in Nigeria

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Dutzende Tote bei Selbstmordanschlag auf Jungenschule in Nigeria

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Bei einer Selbstmordattacke auf eine Jungenschule in Nigeria sind mindestens 48 Menschen ums Leben gekommen.

Der Anschlag ereignete sich in der Stadt Potiskum im Nordosten des Landes. Augenzeugenberichten zufolge hatte sich der Täter als Schüler verkleidet und den Sprengsatz auf einer Schulversammlung gezündet.

Als wahrscheinlicher Urheber gelten die Boko-Haram-Rebellen. Die radikale Gruppe will eine rein islamische Bildung für Jungen durchsetzen und hat in den fünf Jahren ihrer gewalttätigen Kampagne wiederholt Schulen angegriffen.

Inzwischen kontrolliert oder terrorisiert die Gruppe große Teile des nigerianischen Nordens. Am Sonntag veröffentlichte sie erneut ein Propagandavideo, dass die Kämpfer bei der Einnahme einer Kleinstadt zeigen soll.

In einem anderen Video vor rund gut einer Woche widersprachen Boko-Haram-Rebellen erneut Angaben der Regierung über eine Einigung auf die Freilassung von mehr als 200 verschleppten Schulmädchen.

Ein Mann, der sich als der angeblich vom nigerianischen Militär getötete Rebellenführer Shekaku ausgibt, erklärt darin, die seit sechs Monaten vermissten Mädchen würden mit Kämpfern zwangsverheiratet.