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Nach tödlichen Attacken: Israel am Arafat-Todestag in erhöhter Alarmbereitschaft

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Nach tödlichen Attacken: Israel am Arafat-Todestag in erhöhter Alarmbereitschaft

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In Jerusalem und anderen Orten Israels sind die Sicherheitskräfte in erhöhter Alarmbereitschaft. Sie fürchten am zehnten Jahrestag des Todes von Palästinenserpräsident Jassir Arafat neue Anschläge. Am Vortag hatte ein palästinensischer Attentäter in einem Bahnhof in Tel Aviv einen Soldaten niedergestochen. Der Vater und mehrere Brüder des Angreifers wurden israelischen Medienberichten zufolge festgenommen. Der Attentäter selbst war bereits gestern verhaftet worden.

Kurz nach dem Angriff in Tel Aviv attackierte ein ebenfalls palästinensischer Täter im Westjordanland mehrere israelische Zivilisten mit einem Messer. Eine 26-jährige Frau starb, zwei weitere Israelis wurden verletzt. Der Täter wurde von einem Wachmann angeschossen. Die Islamistengruppe Islamischer Dschihad bekannte sich zu dem Anschlag.

Auch am Dienstag gab es weitere Tote: Bei Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten in Hebron im Westjordanland wurde ein 22-jähriger Palästinenser erschossen, so palästinensische Angaben.

Ein Ende der Gewalt ist nicht abzusehen: Die Hamas begrüßte die Anschläge gegen die Israelis, sie seien “eine normale Reaktion auf die Verbrechen Israels”. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von Terror, mit dem die Israelis verjagt werden sollten. “Ihrer Meinung nach sollten wir nicht in Jerusalem, Tel Aviv oder anderen Orten sein”, so Netanjahu nach der Attacke in Tel Aviv. “Ich kann Ihnen sagen: Sie werden keinen Erfolg haben. Wir werden den Terrorismus weiter bekämpfen und ihn gemeinsam besiegen.”