Eilmeldung

Eilmeldung

"Philae" setzt zum Sprung auf Kometen an

Sie lesen gerade:

"Philae" setzt zum Sprung auf Kometen an

Schriftgrösse Aa Aa

6,5 Milliarden Kilometer hat Rosetta seit ihrem Start von der Erde vor zehn Jahren zurückgelegt. Anfang August dieses Jahres erreicht die europäische Raumsonde die angepeilte Umlaufbahn des Kometen “67P/Tschurjumow-Gerassimenko”. Und an diesem Mittwoch ist es endlich soweit: Der kleine Roboter “Philae” wird auf dem Kometen landen. Sieben Stunden dauert das Absetzen des Mini-Labors aus einer Höhe von 22km. Während dieser Zeit sendet der Roboter Informationen über Staub- und Gasschichten, die er durchquert. Von den Daten erhoffen sich die Wissenschaftler ein besseres Verständnis vom Sonnensystem und dem Beginn des Lebens auf der Erde.

euronews-Experte Jeremy Wilks erklärt, “man glaubt, dass das Wasser auf der Erde von Kometen stammt. Wenn man an das Wasser in seinem Körper und oder an Trinkwasser denkt, so könnte dieses Wasser durch Kometen auf die Erde gelangt sein. Wir glauben auch, dass einige der komplexen Moleküle wie Aminosäure durch Kometen auf die Erde kamen. Wenn wir also die Ursprünge unseres Sonnensystems, des Planeten Erde und unseres Lebens verstehen wollen, dann müssen wir Kometen entschlüsseln.”

Das Mini-Labor “Philae” wird bis März im Einsatz sein und dann – wie Ikarus – in der Nähe der Sonne verglühen. Nicht so Rosetta, die den Kometen noch einige Zeit begleiten wird.

Jeremy Wilks glaubt an langwierige Auswertungen. Er meint, “die wissenschaftlichen Ergebnisse der Rosetta-Mission werden in den nächsten Monaten in Erfahrung gebracht. Und wir werden sie in den nächsten Jahren oder auch Jahrzehnten auswerten und aus ihnen lernen. Das ist wichtig, denn so erfahren wir mehr über uns selbst.”