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Route du Rhum 2014: Von großen Booten, heftigen Windböen und Wellentälern

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Route du Rhum 2014: Von großen Booten, heftigen Windböen und Wellentälern

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So schön kann Segeln sein. Die zehnte Auflage der der “Route du Rhum” geht langsam zu Ende. Wir schauen zurück auf die besonderen Momente.

“Willkommen an der Marina unterhalb der Festung. Hier kommen alle Teilnehmer dieser zehnten Route du Rhum mit dem Ziel Guadeloupe an. Zuvor werden die Segler eine triumphale Ankunft erleben im Herzen von Pointe-au-Pitre. Links neben mir sehen sie das Siegerboot – die ‘Banque Populaire 7’ von Loïck Peyron. Sie ist 32 Meter lang, der Mast ist 34 Meter hoch und 23 Meter breit. Normalerweise sind hier 14 Leute an Bord. Und mit eben diesem Boot hat Franck Cammas vor vier Jahren die letzte Route du Rhum gewonnen. Wir sehen gleich die schönsten Momente dieser zehnten Fahrt.”

Loïck Peyron, der Sieger der diesjährigen Route du Rhum, weiß: “Die Größe des Bootes war nicht das Entscheidende. Es gewinnt nicht das größte Boot. Das Wichtigste ist, dass man das Boot beherrscht und die Technik. Das hat uns Yann Guichard gezeigt auf der ‘Sprindrift’. Man muss wissen, dass das Boot gar nicht vorgesehen ist für nur einen Mann. Die richtige Größe für ein Boot gibt es also nicht. In vier Jahren können schon wieder ganz andere Boote vorne mitsegeln. Dieses Mal waren die 30 Meter Länge und die Leichtigkeit optimal für einen eher kleinen und schmächtigen Mann.”

Yann Guichard, Zweiter der diesjährigen Route du Rhum lässt uns teilhaben an seinem Segel-Abenteuer und erzählt von bangen Momenten: “Wir hatten viele Böen, es gab Winde mit 15 bis 20 Knoten, die dann auf 30 Knoten aufgefrischt sind. Dann gab es plötzlich überhaupt keinen Wind mehr. Ich hatte tausend Quadratmeter Segeltuch vor mir, die Segel hätten mich fast umgehauen. Das Boot sackte in ein zwei Meter tiefes Wellental. Es trudelte in alle Richtungen. Ich konnte die Segel nicht mehr festmachen – ich musste versuchen, sie einzurollen. Das Ganze dauerte fast eineinhalb Stunden. Das war der größte Stress während des Rennens.”

Und dennoch – Yann Guichard ist bestens durchgekommen. Für ihn heißt es: Platz zwei bei der Route du Rhum 2014.