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Ebola: Krankenpfleger in Mali verstorben

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Ebola: Krankenpfleger in Mali verstorben

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Im westafrikanischen Mali ist ein Krankenpfleger an Ebola gestorben. Der 25-Jährige hatte einen Patienten aus Guinea gepflegt. Dieser und ein weiterer Mann waren ebenfalls verstorben. Beide waren jedoch nicht auf Ebola getestet worden. Das Krankenhaus in der Hauptstadt Bamako wurde unter Quarantäne gestellt.

In Mali wachse die Angst vor Ebola, so der Journalist Ibrahima Ouattara: “Man sieht, wie alle in Panik geraten. In Bamako gibt es Panik, gerade wenn ein Guineer in einem malischen Krankenhaus behandelt wird und jetzt ist der Krankenpfleger an Ebola gestorben.”

Unterdessen sind in Sierra Leone Hunderte Mitarbeiter einer Klinik im Süden des Landes aus Protest gegen ausbleibende Gehaltszahlungen in den Streik getreten. Sie verlangen, dass die Regierung eine vereinbarte wöchentliche Gefahrenzulage von umgerechnet etwa 80 Euro zahlt. Insgesamt sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) bisher 320 von 564 infizierten Gesundheitsarbeitern an Ebola gestorben.

Die Klinik ist das einzige Ebola-Krankenhaus im südlichen Sierra Leone. In dem Land steigt die Zahl der Neuinfektionen laut WHO weiterhin stark an. In Guinea und Liberia stagniere sie.

Nach neuen Zahlen der WHO hat die Seuche in Westafrika schon mehr als 5000 Todesopfer gefordert. Insgesamt gebe es seit Bekanntwerden des Ausbruchs der Seuche im März 14 098 bestätigte Ebolainfektionen und 5160 Todesfälle.