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Rosetta-Mission: Minilabor "Philae" hat sich erfolgreich abgekoppelt

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Rosetta-Mission: Minilabor "Philae" hat sich erfolgreich abgekoppelt

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Im Satelliten-Kontrollzentrum “Esoc” in Darmstadt sind erste Signale von “Philae” angekommen: Die Wissenschaftler freuen sich, Applaus, Erleichterung. Das kleine Minilabor koppelte sich erfolgreich von der Raumsonde Rosetta ab. Innerhalb der nächsten Stunden soll das Forschungsgerät auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko landen, der von den Forschern liebevoll “Tschuri” genannt wird.

“Wir sind zehn Jahre zusammen geflogen. Jetzt hat sich ‘Philae’ von der Raumsonde gelöst”, freut sich Flugdirektor Andrea Accomazzo.

Bereits während des Landungsmanövers sendet das kleine Minilabor Informationen über die Staub- und Gasschichten, das es durchquert.

“Von der Reise Rosettas zum Kometen erwarte ich mir vor allem ein besseres Verständnis darüber, wie Kometen im Allgemeinen funktionieren. Für mich ist das das grundlegende Ziel dieser Mission. Nach dem Rendezvous mit dem Kometen kommt sie im nächsten Jahr in Sonnennähe und entfernt sich dann wieder davon. Wir werden die Veränderungen auf dem Kometen beobachten”, so Wissenschaftler Matt Taylor.

Wenn alles gut geht, wird es das erste Mal sein, dass ein Forschungsgerät auf einem Kometen aufsetzt: Wissenschaftler sprechen schon jetzt von einem Meilenstein der Weltraumforschung.

Euronews-Reporter Claudio Rosmino in Darmstadt: “Nach vielen gemeinsamen Jahren haben sich die Wege von Rosetta und Philae getrennt. Für den kleinen Lander wird es ein Sprung in die Dunkelheit, um nach Spuren des Ursprungs des Universums zu suchen.”