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20 Jahre Eurostar

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20 Jahre Eurostar

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Der Eurostar feiert Geburtstag. Vor 20 Jahren wurde die Zugverbindung unter dem Ärmelkanal mit royaler und politischer Prominenz eingeweiht. In drei Stunden von Paris nach London – damit sollte dem Flugverkehr Konkurrenz gemacht werden. Doch 1995, im ersten kompletten Betriebsjahr des Eurostars, fiel die Zahl der Fahrgäste spärlich aus: Drei Millionen statt der erwarteten 14 Millionen.

“Ab dem nächsten Jahr werden wir direkte Verbindungen von London nach Lyon, Avignon und Marseille anbieten”, sagt Eurostar-Geschäftsführer Nicolas Petrovic. “Und im darauffolgenden Jahr eine Verbindung zwischen London und Amsterdam. Wir haben also neue Strecken, um weiter zu wachsen.”

2013 beförderte der Eurostar innerhalb eines Jahres erstmals mehr als zehn Millionen Fahrgäste. 81 Prozent der Reisenden im Schienen- und Luftverkehr zwischen Paris und London nehmen inzwischen die Bahn.

“Der Freizeitmarkt in Großbritannien war in den vergangenen 18 Monaten sehr stark. Das britische Selbstbewusstsein ist gewachsen, die Leute unternehmen mehr, sie buchen Wochenendausflüge und Reisen. Die Märkte in Belgien und Frankreich sind solide. Auf diesen Märkten verzeichnen wir nach wie vor Wachstum”, erläutert Petrovic.

Die Eurostar-Betreibergesellschaft bestellte jüngst bei Siemens sieben Züge vom Typ e320, schon 2010 waren zehn Züge in Auftrag gegeben worden. Doch der Eurostar bekommt Konkurrenz. Ab 2016 könnte die Deutsche Bahn den Tunnel nutzen.

“Wir begrüßen die Deutsche Bahn als Konkurrenten. In gewisser Weise ist das eine gute Nachricht, denn dadurch wird mehr Aufmerksamkeit für die Tatsache geschaffen, dass man mit einem Hochgeschwindigkeitszug durch den Tunnel fahren kann”, so Petrovic.

Im Gespräch sind Verbindungen der Deutschen Bahn zwischen Frankfurt am Main und London sowie zwischen Amsterdam und London.