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Europaparlament verurteilt die Türkei

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Europaparlament verurteilt die Türkei

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Das Europaparlament hat die Türkei aufgefordert, ihre gegen die Republik Zypern gerichteten Provokationen einzustellen. In einer Entschließung verurteilten die Abgeordneten die Stationierung eines türkischen Forschungsschiffes vor der Südküste Zyperns. Ursache der Spannungen zwischen Zypern und der Türkei sind Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer. “Die Türkei will Mitglied der EU werden, maßt sich aber gleichzeitig in der Region die Rolle eines Polizisten an”, kritisiert der zyprische Abgeordnete Dimitris Papadakis.

Zwar trat die Mittelmeerinsel 2004 der EU bei, doch die Türkei unterstützt weiterhin den Teilstaat im Norden der Insel. Auch lehnt Ankara die Erdgassuche vor einer Lösung der Zypernfrage ab. Der Ständige Vertreter der Türkei bei der EU, Selim Yenel, kritisierte die Entschließung des Parlaments. Diese sei nutzlos, sie helfe niemandem. Die Türkei werde der Entschließung nicht Rechnung tragen. “Anfang Oktober setzte die Regierung des griechischen Teils der Insel die Verhandlungen mit dem Norden aus”, ergänzt unsere Korrespondentin Efi Koutsokosta. “Zugleich betonte sie aber, dass beide Seiten von der Ausbeutung der Erdgasvorkommen profitieren könnten.”