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Tod eines Umweltaktivisten erschüttert Frankreich

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Tod eines Umweltaktivisten erschüttert Frankreich

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Der Tod eines Umweltaktivisten lässt Frankreich nicht zur Ruhe kommen. Seit dem Tod von Rémi Fraisse vor knapp drei Wochen kommt es bei Gedenkmärschen wie hier in Paris im ganzen Land zu gewalttätigen Ausschreitungen. Frankreichs Regierung und Vertreter der Opposition verurteilten die Gewalt. Der Student war von einer Tränengasgranate der Polizei in den Rücken getroffen worden und starb noch am gleichen Tag an den Folgen. Obwohl die Umstände seines Todes bekannt waren, schaffte die Polizei erst zwei Tage später Klarheit. Bis dahin wurde darüber spekuliert, wer für den Tod des Studenten verantwortlich war.

Der 21-jährige Fraisse hatte am 26. Oktober bei Sivens, im Departement Tarn, gegen den Bau eines umstrittenen Staudamms protestiert. Umweltschützer kämpfen seit Monaten gegen das Projekt in einem Wald rund 50 Kilometer nordöstlich von Toulouse. Der Tod des Studenten hatte die Kritik an dem millionenschweren Vorhaben verstärkt.