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Angehörige der mexikanischen Studenten weiten Protest aus

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Angehörige der mexikanischen Studenten weiten Protest aus

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Die Angehörigen der im mexikanischen Bundesstaat Guerrero verschwundenen Studenten sind zu einer mexikoweiten Protestaktion aufgebrochen. In Tixtla zogen sie mit Fotos ihrer Kinder durch die Straßen und verlangten, dass die Regierung sie ihnen zurückgibt. Daran, dass sie von Mitgliedern der kriminellen Organisation “Guerreros Unidos” ermordet und verbrannt wurden, wollen sie ohne Beweise nicht glauben. Die Geständnisse von Bandenmitgliedern reichen ihnen nicht aus.

“Wir wollen Beweise. Solange es keine Beweise gibt, sind unsere Kinder noch am Leben. Wir wissen, dass sie leben, aber wir wissen nicht, wo sie sich aufhalten und die Regierung weiß das”, klagt Teresa Mateco, die Mutter eines Vermissten.

Mit einem Bus brachen sie auf, um in zehn der 31 Bundesstaaten Mexikos um Unterstützung werben. Ende September waren die 43 Lehramtsstudenten verschleppt und von der Ortspolizei in Iguala den “Guerreros Unidos” übergeben worden. Der Bürgermeister von Iguala und seine Frau befinden sich als vermeintliche Drahtzieher in Haft. Die mexikanische Bundesanwaltschaft hat inzwischen die Ermittlungen übernommen. Am Tatort entdeckte Knochen werden am gerichtsmedizinischen Institut in Innsbruck analysiert.