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G20-Gipfel: Putin bestätigt Treffen mit Kanzlerin Merkel in Australien

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G20-Gipfel: Putin bestätigt Treffen mit Kanzlerin Merkel in Australien

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Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich für den G20-Gipfel am Wochenende in Australien zu einem Gespräch mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel verabredet. Vor seinem Abflug kritisierte Putin die Sanktionen gegen Moskau als Verstöße gegen internationales Recht:

“Die Sanktionen einiger Länder verstoßen gegen die Prinzipien und den Tätigkeitsbereich der G20-Nationen. Aber nicht nur das. Die Sanktionen widersprechen auch internationalem Recht, da sie nur innerhalb der Bestimmungen der Vereinten Nationen und des Weltsicherheitsrats eingeführt werden dürfen. Zudem verstoßen die Sanktionen gegen die Prinzipien der Welthandelsorganisation.

Die Sanktionen sind zum Teil schädlich für Russland, natürlich, aber sie schädigen auch die Verhänger der Sanktionen, weil das ganze System internationaler wirtschaftlicher Beziehungen leidet. Ich hoffe wirklich und bin der Überzeugung, dass letztendlich eine Einigung erzielt wird und wir all das hinter uns lassen können.”

Fallende Ölpreise und die westlichen Sanktionen hinterlassen offenbar Spuren in der russischen Wirtschaft. So schloss Putin nicht aus, dass der staatlich kontrollierte Energiekonzern Rosneft Geld aus dem staatlichen Wohlfahrtsfonds erhalten könnte, der zur Stabilisierung des Rentensystems eingerichtet wurde.

Rosneft hatte Moskau bereits um Hilfen in Höhe von zwei Milliarden Rubel gebeten. Der Konzern ist stark von den Sanktionen betroffen und schreibt wegen des gesunkenen Ölpreises und des Rubel-Verfalls kaum noch Gewinn.