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Kerry will Lage in Jerusalem beruhigen

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Kerry will Lage in Jerusalem beruhigen

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US-Außenminister John Kerry bemüht sich um eine Beruhigung der gespannten Lage in Jerusalem. Kerry traf in der jordanischen Hauptstadt Amman mit König Abdullah II. und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zusammen. Zuvor hatte Kerry in Amman mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas gesprochen.

“Wir arbeiten daran die Funken der akuten Spannungen zu löschen, damit kein Feuer entsteht, das außer Kontrolle gerät. Als erstes müssen wir die Ruhe wiederherstellen, danach können wir über Alternativen reden. Die USA sind bereit sich zu engagieren, vorausgesetzt, dass die Parteien bereit sind, das Klima dafür zu schaffen”, erklärte Kerry.

Ministerpräsident Netanjahu sicherte zu, den Status Quo aufrechtzuerhalten. Jordanien obliegt nach dem Friedensvertrag die Aufsicht über die Heiligen Stätten in Ostjerusalem. Der Komplex um den Felsendom und die Al Aksa-Mosche, der Al Haram-al Scharif, der von Juden als Tempelberg bezeichnet wird, ist die drittheiligste Stätte des Islam. Extremistische Juden wollen dort beten und einen neuen Tempel errichten. Dies hat die jüngsten Krawalle ausgelöst.

Rechte israelische Politiker hatten zudem gefordert, den Tempelberg unter jüdische Verwaltung zu stellen.
Dies, so Netanjahu, seien persönliche Meinungen und entsprächen nicht der Regierungslinie.