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Massenproteste in Italien gegen geplante Arbeitsmarktreform

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Massenproteste in Italien gegen geplante Arbeitsmarktreform

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In Italien sind Arbeitnehmer in den 20 größten Städten des Landes gegen eine von der Regierung geplante Arbeitsmarktreform auf die Straße gegangen.

In Padua kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei als die Massen sich in Richtung des Regionalsitzes der Demokratischen Partei von Ministerpräsident Matteo Renzi bewegten. Mehrere Sicherheitskräfte sollen laut italienischen Medien dabei verletzt worden sein. Zur größten Demonstration des Landes in Mailand wurde von zwei der einflussreichsten Gewerkschaften des Landes aufgerufen. Sie forderten eine Kursänderung von der Regierung.

Stimmen von Gewerkschaftsvorsitzenden:
Maurizio Landini, FIOM: “Heute verteidigen wir alle zusammen unsere Arbeitsrechte. Wir fordern von der Regierung eine Kursänderung, denn so wird alles zusammenbrechen.”

Susanna Camusso, CGIL: “In unserem Land steigt die Arbeitslosigkeit. Es gibt keine industriepolitischen Maßnahmen. Wir brauchen Investitionen, um Arbeitsplätze zu schaffen. Für die Zukunft des Landes können wir uns nicht einfach auf den guten Willen der Unternehmer verlassen.”

In Rom warfen Demonstranten Feuerwerkskörper sowie Eier auf das Wirtschaftsministerium. Die Reform soll es Arbeitgebern einfacher machen, Mitarbeiter zu entlassen. Der Arbeitsmarkt soll so flexibler gestaltet und die Schaffung neuer Arbeitsplätze begünstigt werden. Für die kommende Woche sind bereits weitere Protestaktionen in Neapel (21. November), Cagliari (25. November) und Palermo (27. November) geplant.