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Tempelberg: Israel hebt Zugangsbeschränkung auf

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Tempelberg: Israel hebt Zugangsbeschränkung auf

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Der Zugang zum Tempelberg in Jerusalem ist erstmals seit mehreren Wochen wieder für junge Muslime möglich.

Aus Sorge vor Ausschreitungen hatte die israelische Polizei in den vergangenen Monaten immer wieder Palästinenser unter 35 Jahren weiträumig von der Al-Aksa-Moschee ferngehalten.

Juden wie Muslimen gilt der Tempelberg als heilige Stätte.

Abseits der Freitagsgebete kam es im Westjordanland erneut zu schweren Auseinandersetzungen zwischen überwiegend jugendlichen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften.

Nach Angriffen mit Steinen und Feuerwerkskörpern feuerten israelische Soldaten Tränengaspatronen auf die Protestler.

Angaben über mögliche Opfer lagen zunächst nicht vor.

Um die angespannte Lage zu beruhigen, hatte sich US-Außenminister John Kerry am Vortag in Amman überraschend
mit dem jordanischen König Abdullah II. und dem israelischen
Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu getroffen.

Kerry erklärte danach, man habe “praktische Schritte” besprochen, um die Lage zu deeskalieren.

Netanjahu habe abermals versichert, dass Israel nicht vorhabe, den Status quo auf dem Tempelberg zu ändern.