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Stichwahl in Rumänien: Ponta und Iohannis kämpfen um Präsidentenamt

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Stichwahl in Rumänien: Ponta und Iohannis kämpfen um Präsidentenamt

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In Rumänien läuft die Stichwahl um das Präsidentenamt. Der amtierende Ministerpräsident Victor Ponta geht für die Sozialdemokratische Partei RSD ins Rennen. Er kam im ersten Durchgang auf rund 40 Prozent der Stimmen.

Rund zehn Prozent weniger erhielt Pontas bürgerlicher Konkurrent Klaus Iohannis, deutschstämmiger Rumäne und seit 14 Jahren Bürgermeister von Hermannstadt.

Vor allem Kandidat Ponta muss sich Kritik von politischen Analysten wie Costi Rogozanu erwehren:

“Es gibt einen Sozialdemokraten, der seine rechte Gesinnung kaum kaschiert. Und der sogar mit Calin Popescu-Tariceanu einen rechten Ministerpräsidenten vorschlägt. Tariceanu ist ein Liberaler der gemeinsam mit Präsident Traian Basescu eine konservative Regierung angeführt hat.”

Der scheidende Präsident Basescu durfte nach zwei Amtsperioden nicht erneut kandidieren. Insgesamt sind rund 18 Millionen Rumänen zur Stimmabgabe aufgerufen. Viele beklagen mangelnde Rechtssicherheit, schlechte Infrastruktur und Korruption:

“Ich habe für einen europäischen Kurs Rumäniens gestimmt.”

“Ich wünsche mir einen starken, entscheidungsfreudigen und keinen schwachen Präsidenten. Er sollte Rumänien im Gleichgewicht halten ohne jemand etwas zu schulden und ohne von Parteien beeinflusst zu werden.”

In der ersten Runde hatten tausende Auslandsrumänen ihre Stimme nicht abgeben können, weil die Konsulate den Ansturm nicht bewältigen konnten. Dies hatte unmittelbar vor der Stichwahl zu Protesten geführt.

euronews-Korrespondentin Laura Davidescu in Bukarest:

“Beide Kandidaten für die Präsidentschaftswahl stellen sich als unverwechselbar dar, ihre Programme sind es aber nicht. Man kann nicht deutlich erkennen, wie Rumänien seinen aktuellen Status überwinden kann, den an der Peripherie der Europäischen Union.”