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Diplomat Kafando wird Übergangspräsident in Burkina Faso

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Diplomat Kafando wird Übergangspräsident in Burkina Faso

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Gut zwei Wochen nach dem Rücktritt von Langzeitpräsident Blaise Compaoré ist der 72 Jahre alte Diplomat Michel Kafando zum Übergangspräsidenten von Burkina Faso bestimmt worden.
Nach dem Sturz Compaorés hatte der frühere Vizechef der
Präsidentengarde, Isaac Zida, zunächst die Macht in dem westafrikanischen Land übernommen. Als Folge des internationalen Drucks stimmte er dann aber zu, einem zivilen Staatschef Platz zu machen. Kafando soll das Land nun bis zu den nächsten Wahlen in einem Jahr führen, erklärte ein Sprecher. Kafando hat in Frankreich studiert und war jahrelang Botschafter der Landes. Präsident Blaise Compaore war Ende Oktober unter dem Druck von Massenprotesten nach 27 Jahren an der Macht zurückgetreten und in die benachbarte Republik Elfenbeinküste geflohen. Auslöser der in Gewalt umgeschlagenen Proteste gegen Compaore war eine geplante Verfassungsänderung. Mit dieser wollte sich der Staatschef eine weitere Amtszeit sichern.