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Rumänien: Klaus Iohannis gewinnt Präsidentschaftswahlen

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Rumänien: Klaus Iohannis gewinnt Präsidentschaftswahlen

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Nach den Präsidentschaftswahlen in Rumänien sind fast alle Stimmen ausgezählt und der Sieg von Klaus Iohannis bestätigt sich. Vorläufigen Ergebnissen zufolge erhielt der bürgerliche Bürgermeister Sibiu über 54 Prozent der Stimmen. Er konnte demnach auch in einigen Wahlbezirken gewinnen, die als Hochburg der Linken galten. Die Wahlbeteiligung war mit 64 Prozent ungewöhnlich hoch. Vor allem junge Wähler und Großstädter gingen am Sonntag zur Abstimmung.

Zudem gaben nach vorläufigen Angaben des Wahlbüros in Bukarest am Sonntag deutlich mehr Auslandsrumänen ihre Stimme ab als im ersten Wahlgang. Auch von ihren Stimmen dürfte der deutschstämmige Iohannis profitiert haben. Er wird der erste Präsident, der einer nationalen Minderheit angehört: “Jetzt, 25 Jahre nach der Revolution haben die Menschen erneut ihre Häuser verlassen, um für Ihr Recht zu wählen zu kämpfen”, so Iohannis vor Anhängern in Bukarest.

Ministerpräsident Victor Ponta hatte in den Umfragen vor der Stichwahl noch vor Iohannis gelegen. In der ersten Runde hatte er einen klaren Vorsprung vor dem Rivalen. Ponta gestand seine Niederlage ein. An einen Rücktritt denke er jedoch nicht. “Ich möchte mich bei allen Rumänen bedanken, die gewählt haben”, so Ponta. “Das Volk hat immer Recht. Ich habe Herrn Iohannis angerufen und ihm zu seinem Sieg gratuliert. Solange wir in staatlichen Positionen arbeiten, werden wir unsere Pflichten für das Land erfüllen.”

Nach Schließung der Wahllokale hatten Tausende Demonstranten in Bukarest und anderen Städten Pontas Rücktritt gefordert. Sie warfen der Regierung unter anderem vor, die Auslandsrumänen beim ersten Wahldurchgang unrechtmäßig ausgeschlossen zu haben.