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Star-Wars-Helden auf Europatour

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Star-Wars-Helden auf Europatour

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Die Ausstellung “Star Wars: Identities” ist nach der Pariser Europa-Premiere nun in Lyon zu besuchen. Zweihundert Originalkostüme, Requisiten, etliche Modelle und Zeichnungen aus der privaten Sammlung des Star-Wars-Erfinders George Lucas kann man hier entdecken. Der Zuschauer bekommt einen Einblick in den Entstehungsprozess der Krieg-der-Sterne-Saga.

Ein überirdischer Spaß für junge und alte Fans der Kultfilme, auch für Jacques-André Dupont von einem der Austellungsorganisatoren “X3 Productions”: “Das hier ist meine Lieblingsvitrine. Da kommt der kleine Junge in mir raus. Das sind die Originalraumschiffe, die für die Filme benutzt wurden. Die des Imperiums und die der Rebellen sind hier gegenübergestellt, man fühlt also den Kampf zwischen Gut und Böse. Und diese Genauigkeit der Details! Es sind wirkliche Kunstwerke.”

Das Prunkstück der Schau: der Podracer in Originalgröße, mit dem Anakin Skywalker in der Episode I von 1999 das gefürchtete Podrennen Boonta-Eve-Classic gewinnt. Laela French, Managerin bei Lucasfilm, die die Austellung mitorganisieren, beschreibt das Ausstellungsstück: “Das kommt aus Nordafrika, vom tunesischen Filmset. Der Schauspieler des jungen Anakins, Jake Lloyd, saß hier im Cockpit. Der Motor ist riesig! Es ist toll, die Qualität und die Details einer lebensgroßen Requisite aus der Nähe zu sehen.”

Von der Filmfigur Jabba, dem Bösewicht, der Prinzessin Leia als Bauchtänzerin gefangen hält, sind hier nur die Augen zu sehen.

Warum, erklärt Jacques-André Dupont von “X3 Productions”: “Eines meiner Lieblingsojekte sind die Augen von Jabba. Das ist alles, was von dem Kostüm übrig geblieben ist. Sie wurden ja nur für den Dreh eines Films konzipiert und manche haben einfach nicht die Zeit überlebt. Aber hier haben sie diese wunderbaren Augen retten können.”

Meister Yoda ist einer der mächtigsten Jedi-Ritter im Star-Wars-Universum und tauchte erstmals als Puppe im fünften Teil der Saga von 1980 auf. Die Ausstellung zeigt frühe Entwürfe des Charakters, der vom Dalai Lama inspiriert sein soll.

Alle lieben Yoda, so Laela French von “Lucasfilm”: “Es gibt da etwas bei Yoda, dass bis heute fasziniert. Er ist dieser weise Ratgeber, aber gleichzeitig ist er ein bisschen verrückt und schrullig. Kinder lieben ihn und auch Erwachsene.”

Chewbacca, ein 200 Jahre alter Wookiee, wird schon im ersten Film der Saga zu Han Solos treuem Freund und Mitstreiter.

In der Austellung kommt er laut Jacques-André Dupont sehr gut an: “Chewbacca ist natürlich einer der Publikumslieblinge, sehr beeindruckend allein schon durch seine Größe. Hier erfährt man, dass die Figur von George Lucas Hund inspiriert wurde.”

Eigentlich ein Jedi-Ritter, erliegt Anakin Skywalker der dunklen Seite der Macht und wird zu Darth Vader.

Ein ganz besonderer Charakter für Laela French: “Ich denke, was Star Wars so erfolgreich macht, ist neben den großartigen Requisiten und der starken, von der Mythologie inspirierten Story der Charakter des Darth Vader. Er macht uns Angst, aber gleichzeitig sind wir total von ihm fasziniert.

Der Clou der Ausstellung: Jeder Besucher wird im Laufe des Parcours selber zu einem Star-Wars-Helden! Mit einem elekronischen Armreif ausgestattet, beantwortet der Besucher an zehn Stationen Identitätsfragen. Am Ende des Ausstellungsparcours muss man sich für eine Seite der Macht entscheiden. Damit steht die neue Identität fest, die persönliche Inkarnation im Star-Wars-Universum.

“Die Wanderausstellung aus Kanada ist noch bis Mitte April in Lyon zu sehen. Danach reist sie durch verschiedene europäische Städte.”