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Furcht vor Schokoknappheit macht die Runde

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Furcht vor Schokoknappheit macht die Runde

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Für Schokoladenfans könnten bittere Zeiten anbrechen. Denn offenbar wird Kakao, der Grundstoff von Schokolade, knapp. 2020 soll eine Million Tonnen Kakaobohnen fehlen, 2030 schon zwei Millionen Tonnen. Das berichtet die Agentur Bloomberg und beruft sich auf die beiden großen Schokoproduzenten Mars und Barry Callebaut. Aber auch die Internationale Kakao-Organisation ICCO warnt vor der größten Knappheit seit 50 Jahren.

“Wenn die großen multinationalen Konzerne ihren Kakao nicht mehr aus Westafrika beziehen, werden sie anderswo suchen, und das könnte dort sein, wo ich eine Menge meines Kakaos und meiner Schokolade kaufe. Diese Orte könnten dann die Preise anheben, was mich und meine Kunden direkt betreffen würde.”

Ein Grund dafür ist der steigende Schokohunger, vor allem in aufstrebenden Ländern wie China und Indien. In westlichen Nationen gewinnt überdies die an Kakao reichere dunkle Schokolade immer mehr Liebhaber. Schon jetzt werde mehr konsumiert als produziert, sagt der Schokoverband ICCO, die Lagerbestände schrumpfen.

Aber auch andere Faktoren wie Mangelernten und Dürren in den Produktionsländern spielen eine Rolle. Als mögliche Lösung wird laut Bloomberg angeblich über ertragreichere Kakaobäume nachgedacht, über kleinere Schokoriegel und gestreckte Tafeln.

Andere halten die Berichte für völlig überzogen, auch künftig werde es noch genug Schokolade geben, berichtet etwa das französische Slate-Magazin und auch Welt Online aus Deutschland hält wenig von davon, eine Schokoknappheit vorherzusagen.