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Zahl der Opfer bei Anschlag auf Synagoge auf fünf gestiegen

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Zahl der Opfer bei Anschlag auf Synagoge auf fünf gestiegen

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Die Zahl der bei dem Anschlag auf die Synagoge in Jerusalem getöteten Israelis hat sich auf fünf erhöht. Am späten Dienstagabend erlag ein Polizeibeamter seinen schweren Verletzungen. Es handelt sich bei dem Beamten um einen 30-jährigen Drusen. Die beiden Attentäter hatten die Betenden am Dienstagmorgen mit Messern und Äxten angriffen und Schüsse abgefeuert. Sie wurden von der Polizei erschossen. Die Synagoge befindet sich in einem Stadtteil in Westjerusalem, in dem ultraorthodoxe Juden wohnen. Ein militanter Arm der radikalen “Volksfront zur Befreiung Palästinas” (PFLP) bekannte sich zu dem Anschlag.

Der israelische Polizeiminister kündigte an, die Ausgabe von Waffenscheinen zu erleichtern und Jerusalems Synagogen besser zu sichern.

Die israelische Polizei nahm Angehörige der Attentäter fest und durchsuchte ihre Häuser. Im arabischen Ostteil von Jerusalem kam es zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Palästinensern.

In den vergangenen Wochen haben sich die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern erheblich verschärft. Hintergrund sind Bestrebungen radikaler Juden und rechtsextremer Knesset abgeordneter, im Al Haram al Scharif zu beten und einen Tempel zu errichten. Der Komplex um Felsendom und Al Aksa Moschee wird von Juden als Tempelberg bezeichnet.
Bei der Beisetzung der ersten Opfer am Dienstagabend kamen Rufe nach Rache auf.