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Mordvorwürfe: Guru vor Gericht

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Mordvorwürfe: Guru vor Gericht

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Nach der Festnahme eines umstrittenen Gurus in Indien sucht die Polizei in dessen Ashram nach Sprengsätzen. Sie forderte alle Zurückgebliebenen per Lautsprecher auf, sich zu ergeben. Auf dem fast 50 Quadratkilometer großem Gelände sollen sich schätzungsweise noch 2.000 Menschen verstecken.

Der wegen Mordes angeklagte Guru war vor wenigen Stunden abgeführt worden. 500 Verdächtige wurden ebenfalls verhört, die Hälfte von ihnen soll der “Privatarmee” des Gurus angehören. An diesem Freitag wird der 64-Jährige dem Gericht vorgeführt. Ihm wird vorgeworfen, 2006 die Erschießung mehrerer Dorfbewohner angeordnet zu haben.

Der Festnahme vorausgegangen waren tödliche Kämpfe zwischen seinen Anhängern und der Polizei, als sich der Gesuchte in seinem Ashram verbarrikadierte. Bei den Auseinandersetzungen kamen vier Frauen und ein Kind aus bisher ungeklärter Ursache ums Leben. Eine weitere Frau erlag später ihren Verletzungen im Krankenhaus.

Offenbar sind viele Menschen gegen ihren Willen im Ashram festgehalten worden. Sie hatten den Guru aufgesucht, um sich von ihm heilen zu lassen. Seit seiner Festnahme haben etwa 15.000 Menschen den Ashram verlassen.