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Training für den Ernstfall eines Terrorangriffs in Antwerpen

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Training für den Ernstfall eines Terrorangriffs in Antwerpen

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Es ist nur ein Szenario: Eine Terrorgruppe – nennen wir sie Schwarzer Donnerstag – nimmt 200 Menschen auf dem Campus der Universität in Antwerpen als Geiseln. Für den Ernstfall, der so oder so ähnlich aussehen könnte, trainierten 350 Polizisten und zivile Fachkäfte aus sechs Ländern in der belgischen Hafenstadt. Unsere Korrespondentin Isabel da Silva sagt: “Im vergangenen Frühjahr verübte ein Einzeltäter in Brüssel einen Anschlag und tötete dabei vier Menschen. Der selbst ernannte Gotteskrieger, der zuvor in Syrien gekämpft hatte, wurde später gefasst. Doch Europa will auch gegen Angriffe mit chemischen oder biologischen Waffen gewappnet sein.” Zwar gelingt den Sicherheitskräften die Befreiung der Geiseln – so das Szenario -, doch es gibt Verletzte. Bevor diese versorgt werden können, findet eine Dekontamination statt, wie die Chefin des Ärzteteams erläutert.

Im vergangenen Jahr wurden in Europa rund 500 Terrorverdächtige festgenommen. Experten zufolge stellen aus Europa stammende Dschihadisten, die in ihre Heimat zurückkehren könnte, eine Bedrohung dar. Claus Sorensen vom europäischen Zivilschutz meint:
“Diese ist überall in Europa gleich groß. Natürlich gibt es größere Mitgliedsstaaten, wo die Anzahl der Jugendlichen, die im Nahen oder Mittleren Osten kämpfen höher ist. Die Gefahr, die von ihnen ausgeht, sollte nicht allzu hoch eingeschätzt werden, doch wir müssen gewappnet sein.” An der Übung in Antwerpen beteiligten sich Spezialkräfte aus Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Österreich, den Niederlanden und selbstverständlich aus Belgien. Es war die bisher größte Übung dieser Art in Europa.