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Anspannung in US-Stadt Ferguson: Unruhen vor Entscheidung von Geschworenenjury

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Anspannung in US-Stadt Ferguson: Unruhen vor Entscheidung von Geschworenenjury

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Die amerikanische Kleinstadt Ferguson im Staat Missouri kommt nicht zur Ruhe. Anfang August hatte ein weißer Polizist den schwarzen Teenager Michael Brown erschossen. Jetzt kam es im Vorfeld einer Entscheidung der Geschworenenjury in dem Fall erneut zu nächtlichen Ausschreitungen und mehreren Festnahmen. Zwei Männer wurden wegen Besitzes von Sprengstoff inhaftiert.

Der Gouverneur von Missouri hatte zuvor den Notstand ausgerufen und die Nationalgarde mobilisiert.

Die 12 Geschworenen, darunter drei Schwarze, müssen entscheiden, ob sich der Todesschütze Darren Wilson vor Gericht verantworten muss.

US-Präsident Barack Obama mahnte die Bürger von Ferguson zur Ruhe:

“In erster Linie sollten die Proteste friedlich bleiben. Wissen Sie, dies ist ein Land, in dem Meinungsäußerungen und Protestaktionen gegen vermeintliche Ungerechtigkeiten erlaubt sind. Aber ein Ereignis als Ausrede für die Ausübung von Gewalt zu missbrauchen, widerspricht unseren Gesetzen und es widerspricht dem, was wir sind, was wir darstellen.”

Der Polizist hatte den unbewaffneten Michael Brown am 9. August auf offener Straße erschossen und damit eine Serie zum Teil schwerer Proteste losgetreten.

Das Vorgehen der Polizei war kritisiert worden, weil sie auch Tränengas, Gummigeschosse, Blendgranaten und gepanzerte Fahrzeuge gegen Demonstranten eingesetzt hatte.

Viele amerikanische Juristen bezweifeln, dass es zu einer Anklage kommen werde – doch gerade dies könnte neue Unruhen anheizen. Der Todesschütze selbst beruft sich auf Notwehr.