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Kabul billigt neuen internationalen Militäreinsatz

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Kabul billigt neuen internationalen Militäreinsatz

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Das Parlament in Afghanistan hat den Weg für einen internationalen Militäreinsatz über das Jahresende hinaus freigemacht.

Die Abgeordneten billigten mit großer Mehrheit die notwendigen Sicherheitsabkommen mit den USA und der Nato.

US-Präsident Barack Obama erlaubt einem Bericht zufolge weitere US-Kampfeinsätze in Afghanistan auch nach dem angekündigten Abzug aller Nato-Kampftruppen Ende Dezember.

Eine Abgeordnete kommentierte:

“Dies ist ein wichtiger Schritt für Afghanistans Zukunft. Meine Kinder und Millionen andere sollen in Wohlstand leben. Deshalb brauchen wir Partner wie die USA und die NATO.”

Ein anderer Abgeordneter kritisiert:

“Von 26 Paragraphen verletzen 22 unsere Religion, unsere Souveränität oder die Grundrechte unserer Bürger.”

Die beschlossenen Abkommen sehen für ausländische Soldaten Immunität vor afghanischer Rechtsprechung vor. Dies war eine Bedingung der USA und der Nato für einen Verbleib im Land.

Dem Nato-Kampfeinsatz soll im kommenden Jahr ein weniger umfangreicher Nato-Einsatz mit rund 12 000 Soldaten folgen.

Sie sollen überwiegend einheimische Sicherheitskräfte ausbilden und unterstützen, gegebenenfalls auch mit Kampfflugzeugen und Drohnen.

Deutschland will sich mit bis zu 850 Soldaten an der Mission “Resolute Support” beteiligen.