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McCain zum Atomstreit mit Iran: "Sie haben schon oft betrogen"

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McCain zum Atomstreit mit Iran: "Sie haben schon oft betrogen"

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Bei den Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm wird weiter um eine Lösung gerungen. Bis zum Montag soll ein Ergebnis auf dem Tisch liegen, doch sowohl Deutschland als auch die USA erklärten, dass es nach wie vor “große Hürden” zu überwinden gebe. Laut Nachrichtenagenturen könnten die Verhandlungspartner eine weitere Verschiebung der Frist in Erwägung ziehen.

Der republikanische US-Senator John McCain ist gegen die Verhandlungen zum Atomprogramm. Er setzt sich für verstärkte Wirtschaftssanktionen gegen den Iran ein. euronews sagte er: “ Die Iraner haben schon oft betrogen, wenn es darum ging, ihr nukleares Potenzial zu verbergen. Von Zeit zu Zeit muss man sie enttarnen. Wenn sie es ernst meinten, dann würden sie nicht weiterhin Uran anreichern wollen. Sie entwickeln auch immer noch Sprengköpfe und Raketen, die Atomwaffen befördern können. Das sieht nach einem sehr schlechten Deal aus.”

Auch im Iran sieht man die Chancen auf einen Durchbruch im Konflikt schwinden. Für den Obersten Führer, Ajatollah Ali Chamenei, wird es erst dann eine Lösung geben, wenn alle Sanktionen gegen Teheran aufgehoben werden. Alle strategischen Entscheidungen müssen von Chamenei abgesegnet werden. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier schraubte ebenfalls seine Erwartungen herunter. Er bezeichnete den Ausgang der Verhandlungen am Samstag als “völlig offen”.