Eilmeldung

Eilmeldung

Krise erwischt Russlands Banken

Sie lesen gerade:

Krise erwischt Russlands Banken

Schriftgrösse Aa Aa

Die Ukraine-Krise und die Wirtschaftsflaute in Russland setzen der Nummer eins der russischen Bankenbranche zu.

Die Sberbank büßte fast ein Viertel ihres Nettogewinns ein. Unter dem Strich verdiente das mit Sanktionen des Westens belegte Geldhaus im dritten Quartal umgerechnet rund 1,3 Milliarden Euro. Rücklagen für Kreditausfälle mehrerer Großunternehmen und für Verluste in der Ukraine hätten das Geschäft belastet, ebenso wie die Konjunkturabkühlung und der schwächere Rubel, so die Bank. Gleichzeitig beschränken die Sanktionen von USA und EU den Zugang zu internationalem Kapital – was die Finanzierungskosten in die Höhe treibt.

Die Sberbank ist mehrheitlich im Besitz der russischen Zentralbank. Das Geldhaus ist einer der größten Kreditgeber der heimischen Wirtschaft und hält den höchsten Anteil an Spareinlagen im Land.

Zuletzt hatte schon der Branchenzweite VTB massive Einbußen gemeldet.

Laut Moskauer Regierung entgehen Russland wegen der westlichen Sanktionen und des Ölpreis-Verfalls bis zu 120 Milliarden Euro im Jahr.

su mit Reuters