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Nach Abbruch der Friedensverhandlungen: FARC-Rebellen lassen Geiseln frei

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Nach Abbruch der Friedensverhandlungen: FARC-Rebellen lassen Geiseln frei

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Die kolumbianische FARC-Guerilla hat am Dienstag zwei Soldaten wieder freigelassen und angekündigt, auch einen vor zehn Tagen entführten General laufen zu lassen. Der 55-Jährige Ruben Dario Alzate ist die ranghöchste Geisel, die sie je genommen haben.

Damit wird die Wiederaufnahme der Friedensgespräche wahrscheinlicher. Die Rebellen forderte die Regierung auf, alle militärischen Operationen in der betreffenden Region auszusetzen. Alles andere würde die Freilassung komplizieren, sagte der FARC-Unterhändler Rubin Morro in Havanna.

“Wir hoffen, dass die Regierung die nötigen Übereinkünfte unterzeichnet”, so Morro. “Wir halten uns an unsere Versprechen, hoffen dass sie das auch tun und glauben, dass der General spätestens dieses Wochende wieder zuhause sein kann.”

Insgesamt fünf Personen hatten die marxistischen Rebellen in den vergangenen zwei Wochen trotz des Friedensprozesses entführt. Die Regierung setzte die seit gut zwei Jahren auf Kuba geführten Verhandlungen daraufhin aus.

Präsident Juan Manuel Santos hat sich öffentlich zum Ziel gesetzt, den Bürgekrieg zu beenden. Dabei bekommt er es immer wieder auch mit der Skepsis von Wählern zu tun, die die Rebellen für nicht glaubwürdig halten.

Der seit 50 Jahren anhaltende Konflikt hat bislang mehr als 200.000 Kolumbianer das Leben gekostet.