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Nach der Krawallnacht gespannte Ruhe in Ferguson

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Nach der Krawallnacht gespannte Ruhe in Ferguson

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Nach den schweren Unruhen am Montag herrschte in der US-Kleinstadt Ferguson gespannte Ruhe. Hunderte Demonstranten versammelten sich vor der Polizeistation und forderten eine Strafverfolgung des Polizisten, der im Sommer einen unbewaffneten schwarzen Jugendlichen erschossen hatte. Eine Geschworenenkammer hatte am Montag gegen eine Anklage entschieden.

Präsident Obama verurteilte die Ausschreitungen, zeigte aber Mitgefühl für die Frustration vieler Menschen. “Ich habe kein Verständnis für Leute, die die Vorfälle in Ferguson als Vorwand für Gewalt missbrauchen. Ich habe keinerlei Verständnis für Leute, die ihre eigene Nachbarschaft zerstören. Aber ich verstehe die Frustration und den Schmerz der großen Mehrheit von Menschen, die den Eindruck bekommen, einige Gruppen könnten nicht fair behandelt werden oder einige würden nicht so geachtet wie andere.”

Der Polizist Darren Wilson sagte, er habe den achtzehnjährigen Michael Brown aus Notwehr erschossen. Als der Teenager Widerstand gegen seine Verhaftung leistete, habe er große Angst gehabt, so Wilson. Er habe sich gefühlt wie ein Fünfjähriger, der versucht, den Wrestlingstar Hulk Hogan festzuhalten.

Der Staat Missouri hat 2.000 Soldaten nach Ferguson entsandt, um Zerstörungen und Plünderungen wie in der Nacht zum Dienstag zu verhindern.