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Ölkartell OPEC - nur noch ein Papiertiger?

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Ölkartell OPEC - nur noch ein Papiertiger?

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Vor dem mit Spannung erwarteten Opec-Treffen in
Wien hat Ali Al-Naimi, Ölminister des mächtigen Förderstaates Saudi-Arabien, eine von manchen Produzenten geforderte Mengenkürzung abgelehnt. Das sei nicht erforderlich. Der Markt werde sich von
selbst stabilisieren.

Vor allem Russland – nicht Mitglied des Ölkartells – leidet unter sinkenden Ölpreisen.

Stephen Wood, leitender Marktstratege, Russell Investments, USA:

“Viel ist in Bewegung, das an den OPEC Produktionszielen nagt. China bremst erheblich, das beweisen schon die sinkenden Leitzinsen. Wir haben eine Verlangsamung der Wirtschaft auch in Japan und Europa. Es gibt also eine Menge globale Nachfrage-Faktoren, die womöglich wichtiger sind als der Preis, den die OPEC festsetzt – oder auch nicht.”

An diesem Donnerstag treffen sich die Förderstaaten
der Organisation erdölexportierender Länder in Wien und können mit so viel Aufmerksamkeit rechnen wie seit langem nicht.

Einige von den Öleinnahmen stark
abhängige Opec-Länder wie Venezuela plädieren für Förderkürzungen. Ohne konzertierte Aktion könnte der Einfluss des Kartells schwinden.

Seit Juni sind die Preise für
Rohöl um 30 Prozent gefallen.

su mit dpa, Reuters